Energieschatzsuche -
Fun and action einmal etwas anderer Art
Statt Disneyworld gab´s bei uns im Walgau im Vorarlberger Oberland einmal eine
andere Form von Spaß und Abenteuer - und zwar verbunden mit einem mehr oder
weniger spröden Umweltthema, das wir Ihnen im Zuge der Internet Fiesta ans Herz
legen wollen:
Energie-Schatzsuche im Vorarlberger Oberland
Die Idee dazu entstand bei einer Schulung für e5-Teams. Zunächst: Was ist e5?
e5 ist ein Programm, das die Ziele Klimaschutz und Energieeffizienz auf kommunaler
Ebene verfolgt. Es stammt aus der Schweiz und läuft in Tirol, Salzburg und Vorarlberg.
In Vorarlberg sind unter der Leitung des Energieinstitutes in der ersten Runde
11 Gemeinden dabei, 4 davon im Vorarlberger Oberland: Bürs, Ludesch, Nenzing
und Nüziders. Nach fast einem Jahr Arbeit haben wir in allen vier Gemeinden
festgestellt, daß e5 trotz mehrerer Berichte in Gemeindeblättern und Tageszeitung
nur wenigen ein Begriff ist. Daher wollten wir eine Aktion starten, um den Bekanntheitsgrad
zu erhöhen mit dem Ziel, noch weitere Engagierte für unsere Arbeit in den Gemeinden
zu finden.
Über die Schulen...
Über den Sommer bereiteten wir die Energie-Schatzsuche vor. Zielgruppe waren
die rund 2 500 Volks- und HauptschülerInnen der vier Gemeinden. Die SchülerInnen
sind gute Multiplikatoren und zudem selbst eine Zielgruppe für die Themen Klimaschutz
und Energieeffizienz. Gemeinsam haben wir Teamleiter der vier Gemeinden einen
Energiepaß entwickelt, der über die Schulen an die Kinder verteilt wurde. Die
vier gesuchten Energieschätze waren auf dem Paß einzutragen. Die Energieschätze
konnten an vier ausgewählten Standorten in den Gemeinden erraten werden. Wir
haben Symbole über energierelevante Besonderheiten dieser Gemeinden ausgesucht.
Die vier Energieschätze
Bürs: Dämmung: im sanierten Kindergarten, Niedrigenergiehaus
Ludesch: Holz: Biomasseheizung des Altenpflegeheimes Ludesch
Nenzing: Wasser: Trinkwasserkraftwerk Gemeindesaal Nenzing; Energiekoppelung
mit Wärmepumpe
Nüziders: Sonne: 1.500 m² Sonnenkollektoren in Nüziders - Energiegewinn von
~ 600 000 kWh/á
Was war zu tun?
Die Kinder fuhren unter Begleitung von Erwachsenen mit dem Rad über ca. 30 km
Radwege alle Gemeinden an und mußten die Losungsworte erraten und in den Energiepaß
eintragen. Zusätzlich erhielten sie dort einen Stempel mit entsprechendem Symbol
(Haus - Baum - Wasser - Sonne). Die Energiepässe wurden am Schluß in eine Sammelbox
geworfen. Aus den 200 abgegebenen Pässen wurden 20 GewinnerInnen gezogen. Wer
mindestens drei richtige Losungsworte und drei Stempel eingetragen hatte, war
dabei. Als Preise standen 20 Solarbaukästen bereit.
Ein Riesenerfolg
Obwohl es schon der
10. Oktober war und die vorhergehenden Tage sehr kalt waren, hatten wir großes
Glück mit dem Wetter. Ein warmer Sonntag lockte noch einmal ca. 500 RadfahrerInnen
zum Abschluß der Radsaison. Sogar die Bewirtung konnte noch im Freien erfolgen.
Anstelle Wienerle und Pommes mit Limonade gab es ausschließlich landwirtschaftliche
Produkte aus der Region: Belegte Brote mit Butter, Käse, Topfenaufstrich, Wurst,
Kuchen, Most, Wein, und zusätzlich Käse und Schnaps. Die Stände waren herbstlich
dekoriert und von Landwirten betreut. Gleich zu Beginn der Schatzsuche um 10.00
Uhr trafen an den vier Stationen die ersten RadfahrerInnen ein. Erwartungsgemäß
war am frühen Nachmittag der größte Ansturm und viele bedauerten es, daß der
Schluß wegen den herbstlichen Temperaturen bereits auf 16.00 Uhr angesetzt war.
Die Stimmung bei den vier Stationen mit Verpflegung und Musik war bestens. Neben
der Schatzsuche gab es überall Führungen und Ausstellungen über die verschiedenen
e5-Projekte der vier Gemeinden. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen haben
uns ermutigt, eine ähnliche Aktion im heurigen Jahr vorzubereiten. Wir sind
schon am Planen...
Wer mit uns Kontakt aufnehmen
will:
hutter.ottilie@aon.at